Wassertropfen im freien Fall. Inkl. kleinem Tutorial.

Das Fotografieren eines Wassertropfens, will man es nicht dem Zufall überlassen, benötigt einen kleinen Aufbau und ein paar Gegenstände aus dem Haushalt. Als erstes benötigt man natürlich ein größeres Gefäß, z.B. eine Schüssel oder ähnliches, in der sich das Wasser befindet. Und dann muss ja auch irgendwoher der Tropfen fallen. Hierzu eignen sich z.B. Gefrierbeutel besonders gut. Jetzt muss das ganze nur noch in Position gebracht werden.

Für mein Shooting habe ich folgende Ausrüstung benutzt:
ein Gefäß aus Glas
einen Gefrierbeutel
zwei Stative
eine schwarze Isomatte
ein schwarzes Badehandtuch
zwei LED-Lampen
einen roten Laser
Kamera inkl. Nahlinse, Systemblitz und Fernbedienung
mehrere Farbfolien

Aufbau:
Die obere Kannte des Wasserbeckens sollte mit der Unterkannte des wagerecht ausgerichteten Objektives ungefähr auf gleicher Höhe sein, da wir den Tropfen ja von der Seite fotografieren wollen. Daher habe ich alles auf einen Stuhl aufgebaut. Unter dem Becken liegt eine schwarze Isomatte, die zum einen kein Problem mit Wasser hat, und zum anderen einen matt schwarzen Hintergrund abgibt. Die Stuhllehne stützt dabei den so geschaffenen Hintergrund. Zusätzlich habe ich noch ein schwarzes Badehandtuch zum Auffangen des überlaufenden Wassers hingelegt.

Das Becken habe ich randvoll mit kaltem Leitungswasser gefüllt, damit ich keinen störenden Rand im Bild habe. Hinter dem Stuhl steht ein Stativ mit einem kleinen Ausleger, der den Gefrierbeutel, welcher mit 1/3 voll Wasser gefüllt ist, zentral über dem Becken hält. Außer dem Beutel habe ich hier noch eine LED-Lampe befestigt, welche kaltes Licht von oben auf das Becken leuchtet. Mit einer Nadel habe ich den Beutel an einer Ecke einmal eingestochen.

Einstellungen an der Kamera:
Ich habe meine Bilder mit einem EF 24-70mm 2.8 L USM Objektiv und vorgesetzter N4 Nahlinse geschossen. Der Abstand zum Tropfen betrug dabei ca. 10 bis 15 cm. Die Kamera befand sich natürlich im manuellen Modus (1/250 f2.8 ISO100). Den Blitz habe ich auf 1/8 bis 1/32 abgeregelt, abhängig von dem Farbfilter, welche ich unter den Diffuser stecke.

Das Einstellen des Focus ist nicht ganz einfach, da der Autofocus schlecht auf Wasser reagiert. Deshalb hier mein Tipp: nehmt einen Bleistift oder Kugelschreiber, haltet die Spitze genau an die Stelle, an der der Tropfen eintaucht. Jetzt den Autofocus auslösen und Einstellung durch umschalten auf manuellen Focus speichern. Jetzt noch die Serienbildfunktion einschalten und es kann los gehen.

Um noch ein paar zusätzliche Reflexe in die Tropfen zu bekommen, experimentiert doch mal mit einer weiteren Taschenlampe oder auch einem Laserpointer.

Viel Spass beim Ausprobieren.

Makrofotografie 2011 Wasserspiele